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Thursday, November 22nd, 2018

“Less but better” – Designinspiration aus Frankfurt

Stilraum Dieter Rams, Museum für angewandte Kunst - Foto von Anja Jahn

Frankfurt ist nicht nur europaweit bekannt für seine großartigen Gebäude und deren Architektur. Auch im Bereich der Gestaltung, im Grafik- und Produktdesign zeichnet sich die Mainmetropole durch ihren individuellen Charakter aus.

Frankfurt wurde bereits zu Beginn des 20. Jh. als Designstandort von verschiedenen Faktoren geprägt. So zum Beispiel die Adlerwerke, beraten von Architekt Walter Gropius oder die Bauer’sche Gießerei, wo die ikonische Schriftart Futura entstand. Das Unternehmen Braun beeinflusste die Stadt stark in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts mit innovativem Design, zeitloser Gestaltung und klarer Benutzerführung. Dieter Rams, Schöpfer vieler heutiger Designklassiker wie der elektrostatische Lautsprecher LE1, oder der Taschenrechner ET 66, wandelte das Zitat von Mies van der Rohe “less is more” in “less but better” (weniger, aber besser) um. Auch Apple Gründer Steve Jobs schätzte die Designphilosophie des Wiesbadeners. Im Frankfurter Museum für angewandte Kunst kann man aktuell einen Stilraum besuchen, in dem Entwürfe von Rams ausgestellt sind. Auch Möbelentwürfe, wie das bekannte Regalsystem 606 kann man hier betrachten.

Auch heutzutage sind es vor allem Möbeldesigner, die das Bild der frankfurter Designszene prägen. So finden sich in der Elbphilharmonie, in Büros des Architekten David Chipperfield, oder in exklusiven Restaurants Möbel des Herstellers e15, die auf der ganzen Welt gekauft werden. Klassiker sind der Tisch BIGFOOT™  und der Hocker BACKENZAHN™, die Mitte der 1990er-Jahre von Firmengründer Philipp Mainzer entworfen wurden.

Möbelentwürfe von e15 Firmengründer Philipp Mainzer - Fotos von e15

Sebastian Herkner ist ein gutes Beispiel für die neue Generation an Designern vom Main. Wie viele von ihnen hat er an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach studiert und hat mit Mitte 30 schon zwei Wallpaper Design Awards gewonnen. Zu seinen bekanntesten Schöpfungen gehört zum Beispiel der Bell Table. Herkner entwirft  für internationale Unternehmen, wie Moroso, Fontana Arte oder Rosenthal.

Doch neben den großen Namen sind es auch die kleinen Geschäfte und Labels, die Frankfurt als Designmetropole auszeichnen. So zum Beispiel Möbelentwürfe von Frank Landau oder Schuhdesign von Lika Mimika. Auch im Alltag sieht man, anhand von Restaurants, Cafés und Bars, dass der Anspruch an Gestaltung und Ästhetik ständig steigt.

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