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Immobilienkauf in Griechenland

Bürger der EU können ohne Einschränkungen Grundbesitz in Griechenland erwerben. Dies gilt generell auch für Bürger, die nicht der EU anghören. In einigen Grenzregionen gibt es jedoch Ausnahmen, welche Beschränkungen unterliegen. In diesem Fall muss ein Antrag bei der lokalen Kommune gestellt werden.

Der Vermögenswert

Es gibt zwei verschiedene Methoden den Wert des Objektes zu bestimmen: Den “objektiven Wert” (antikimeniki axia) und den Marktwert (emboriki axia). Der “objektive Wert” wird von der lokalen Steuerbehörde festgesetzt und entspricht dem Wert, den die Regierung einem bestimmten Eigentum zuspricht. Beim Marktpreis handelt es um den Preis, der im freien Markt unter Einfluss von Angebot und Nachfrage erzielt werden kann. Für gewöhnlich wird der objektive Wert mit dem im Kaufvertrag festgelegten Wert bestimmt.

Steuern

Die Steuern werden auf Grundlage des im Kaufvertrag fixierten Preises erhoben. Der Käufer bezahlt eine Transaktionssteuer zwischen 11% und 13% des Marktwerts zum Verkaufszeitpunkt, außer im Falle, dass das Haus vor 2006 gebaut oder bereits vor diesem Zeitpunkt verkauft wurde. Im Falle neuerer Immoblilien mit einer Baugenehmigung von 2006 oder später, muss der Käufer die Mehrwertsteuer in Höhe von 19% und eine Erwerbsteuer in Höhe von 1% entrichten. Falls ältere Häuser seit 2006 verkauft worden sind, muss der Käufer eine Erwerbsteuer in Höhe von 1% bezahlen.

Geschäftsgebühren

Um eine Eigentumsübereignung in Griechenland abzuschließen, ist ein Anwalt und ein staatlicher Notar (symvoleografos) erforderlich. Der Rechtsanwalt stellt Hintergrundrecherche zum betreffende Objekt an und stellt sicher, dass es keine Forderungen gibt. Der staatliche Notar registriert den Verkauf und bezahlt verschiedene lokale Transaktionskosten. Die Aufwendungen für den Rechtsanwalt und den Notar betragen üblicherweise insgesamt etwa 4 % des Kaufpreises.

Maklergebühren

Für gewöhnlich wird in Griechenland vom Käufer wie auch vom Verkäufer eine Kommission an den Immobilienmakler für seinen Service entrichtet. Der Immobilienmakler wird beide Parteien auffordern ein Kommissionsabkommen (mandate) zu unterzeichnen, bevor er seine Arbeit beginnt. Die Gebühr für den Verkäufer beträgt zwischen 2% und 5% des Kaufpreises abhängig vom betriebenen Aufwand des Immobilienmaklers. Die Gebühr für den Käufer beträgt üblich 2% bis 3% des Kaufpreises. Der Immobilienmakler ist dazu aufgefordert eine 19 prozentige Umsatzsteuer auf die Gebühren zu erheben.